Seit 35 Jahren bin ich Vorstand eines Schützenvereins hier in Bayern und in dieser Zeit hatte ich vel Verwaltungsaufwand der in Papierform mit der nächsthöheren Instanz (dem Schützengau Augsburg) abgewickelt werden musste. Das soll nun besser werden, denn der BSSB hat mit „Mein BSSB“ sowohl eine Webseite als auch eine App für Andorid und iOS aufgelegt, die Dinge wie z.B. Startrechtsänderungen stark vereinfachen soll. Ich habe mir das daher mal als App und Webseite angeschaut.
WeiterlesenDas Vorsorge-Paradoxon
Diese Woche hat der Bundestag eine neue Form der privaten Altersvorsorge1 beschlossen. Das ganze erinnert an die Riester-Rente mit der die Regierung Schröder die Altersvorsorge an die Finanzwirtschaft verkauft hat und diese sich eine „goldende Nase“ verdiente, zudem mit den Sicherheitsgarantien, dass der Riester-Sparer am Ende nicht draufzahlen sollte. Auch bei der neuen privaten Altersvorsorge soll es Zuschüsse vom Staat (sprich Steuerzahler) geben und das ganze soll helfen, dass Menschen im Alter ihren Status Syrien-Debatte von Merz: „Wie anmaßend ist es, Menschen als hin- und herschiebbare Masse zu betrachten?“Quo nach Möglichkeit halten können sollen. Ich will auch gar nicht dieses Vorsorgepaket in diesem Artikel behandeln, sondern die Frage stellen, wie ambivalent unsere Regierung derzeit handelt.
Mit dem gerade verabschiedeten Programm zur privaten Altersvorsorge haben wir also das Problem des individuellen Bürgers erkannt und bieten eine Lösung an, die vielleicht nicht für alle funktioniert, aber zumindest ein Angebot ist. Nun ist aber nicht nur das individuelle Halten des Status Quo ein Problem, sondern als Gesellschaft haben wir ebenfalls das Problem, dass die Baby-Boomer-Jahrgänge nun in Rente gehen und damit das Risiko verbunden ist, dass „der Laden nicht mehr am Laufen gehalten werden kann.“ Sprich wir brauchen mehr Arbeitskräfte als wir durch unseren stagnierenden Nachwuchs dem Arbeitsmarkt bieten können und so wurde schon 2024 festgestellt, dass Deutschland eine Netto-Zuwanderung von 400.000 Menschen im Jahr2 braucht um seinen gesellschaftlichen Status-Quo zu halten.
Doch was macht unsere Regierung:
- Innenminister Dobrindt führt weiter nach EU-Recht illegale Grenzkontrollen durch und weist Menschen zurück.
- Friedrich Merz irritiert erst mit seiner „Stadtbild“-Aussage3, versucht dann das Thema „Gewalt gegen Frauen“ zu einer Debatte über „Gewalt durch Ausländer“ umzudeuten4 und verkündet diese Woche, dass doch bitte 80% der in Deutschland lebenden Syrer nach Syrien zurückkehren sollen5.
In der Frankfurter Rundschau schreibt Katja Thorwarth dann auch sehr richtig, dass es eigentlich eine bodenlose Anmaßung von Friedrich Merz ist, hier Menschen als frei verschiebbare Masse zu behandeln6. Wir reden hier nicht von irgendwelchen Werkstücken die zwischen Standorten hin und her geschoben werden, sondern von Menschen die sich hier eine Existenz aurfgebaut haben und ohne die der Laden hier nicht laufen wird, denn viele dieser Menschen arbeiten im medizinischen Sektor.
Da hilft es auch nichts wenn unser Kanzler die Bundesbürger in Dauerschleife als „faul“ und „arbeitsscheu“ diffamiert und das Rentenalter möglichst erhöhen will, damit wir das demographische Problem einer überalternden Gesellschaft noch ein wenig in die Zukunft schieben können.
An dieser Stelle muss ich mir die Frage stellen, wie rassistisch und rechtsextrem die aktuelle Bundesregierung unterwegs ist. Abstrakt gesprochen ist das was Merz über die Syrer äußert nichts anderes als die „Remigration“ welche die Rechtsextremen bei ihrem Treffen in Potsdam im November 2023 auf dem Zettel hatten. Der Mann, der mal behauptete die AfD halbieren zu wollen setzt also nun deren Pläne um?
- Wie soll die neue private Altersvorsorge funktionieren? (Verbraucherzentrale) ↩︎
- Wie viel Zuwanderung braucht Deutschland (Bundeszentrale für politische Bildung) ↩︎
- Merz` Problem mit dem Stadtbild (Deutschlandfunk) ↩︎
- Merz irritiert mit Aussagen zur Zuwanderung (Tagesschau) ↩︎
- Merz überrascht mit „80 Prozent“-Aussage (ZDF heute) ↩︎
- Syrien-Debatte von Merz: „Wie anmaßend ist es, Menschen als hin- und herschiebbare Masse zu betrachten?“ (Frankfurter Rundschau) ↩︎
Auf dem Weg zum Mond
Ich bin ja neulich 65 Jahre alt geworden, d.h. ich kann mich noch an meine Kindheit erinnern, als das Apollo-Programm der NASA den Mond zum Ziel genommen hatte. Im Jahr 1968, also vor 58 Jahren wurde mit Apollo 8 das erste Mal der Mond von Menschen umrundet. Und am 20. Juli 1969 hieß es dann „the eagle has landed“ mit Neil Armstrong und Buzz Aldrin die beiden ersten Menschen auf dem Mond während Michael Collins in der Apollo-11-Kapsel den Mond weiter umrundete. Was war das damals für eine Sensation. Die Welt war sozusagen live am Fernseher dabei als Armstrong die berühmten Worte „A small step for a man, a great leap for mankind“ sagte.
Weiterlesen3D-gedruckte Helfer
Diese Woche hatte ich Urlaub der dafür genutzt wurde, unseren Kellerflur zu renovieren. Als Highlight wurden die alten Blech-Regale die wir vor 25 Jahren billig im Baumarkt gekauft haben entsorgt und an deren Stelle sollten nun Ikea Ivar Schränke hin. Also eine Runde durch den lokalen Ikea, das Auto voll packen und dann eine Menge Bastelarbeit. Und oft muss man die Haltewinkel mit Holzschrauben festschrauben, doch da hier nichts vorgebohrt ist muss man die Holzschraube irgendwie ins Holz treiben. Nun bin ich was das angeht ja mit dicken Wurstfingern gesegnet und sozusagen Grobmotoriker, was dann dazu führt, dass man die Schraube mit den Finger hält, den Akku-Schrauber ansetzt, das ganze davon fliegt und man dann erst mal die Schraube am Boden suchen muss. Denn die verstecken sich oft sehr gut. Also war es Zeit, was zu basteln was vielleicht besser funktioniert.
WeiterlesenAus den Augen, aus dem Sinn
Nach dem völkerrechtswidrigen Angriff von Israel und der USA auf den Iran erleben wir nach Aussage der Internationalen Energieagentur die schwerste Energiekrise seit Jahrzehnten1 Die aktuelle Krise hätte das Format von zwei Ölkrisen und zum einer Gaskrise wie nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine. In der Ölkrise von 1973 gab es als Sofortmaßnahmen ein Tempolimit und Sonntagsfahrverbote. Unsere aktuelle Regierung zapft derweil die nationalen Reserven an und macht ansonsten „business as usual“. Und gerade jetzt wäre es ja vielleicht an der Zeit, dass die Politik Anreize setzt für den Umstieg auf den ÖPNV wo es möglich ist. Wir hätten dazu ja das Deutschlandticket, aber das soll wieder teurer werden.
WeiterlesenUngoogle your phone
Angesichts der politischen Entwicklung auf der anderen Seite des Atlantiks ist es vielleicht dringend an der Zeit sich aus den Abhängigkeiten, manche würden auch Klauen sagen, der großen IT-Firmen zu lösen. Ein Punkt bei dieser Betrachtung ist Google, das ja vor vielen Jahren (im Jahr 2004) mal den Slogan „don’t be evil“ hatte1. Mittlerweile scheint es aber so, als wäre Google auch dem Lockruf der Enshittification2 erlegen.
WeiterlesenZeiterfassung neu gedacht
Als ich vor etwa 5 Jahren meinen neuen Job mit 100% Home-Office angefangen habe, da habe ich mir einen Timeular-Timetracker gleistet um damit meine Arbeitszeiten zu erfassen. Der war nicht ganz billig und hat aber eigentlich das getan was er sollte. Allerdings wurde das Produkt zwischenzeitlich von Timeular zu Early umbenannt und die Preise für das Jahresabo sind kräftig gestiegen, mittlerweile soll man etwa 136 Euro dafür abdrücken. Zeit was zu ändern.
WeiterlesenUpdate meiner Workstation auf Leap 16.0
Seit geraumer Zeit gibt es openSUSE Leap 16.0 und meine Notebooks habe ich schon damit aktualisiert. Letzte Woche war dann auch meine Workstation dran, also der dickste Brummer mit ein paar Besonderheiten wie NVidia-Graphikkarte. Und es war sehr holprig.
WeiterlesenEin Jahr ohne Amazon
Gestern war es ein Jahr, dass ich bei Amazon den Stecker gezogen habe. Zeit zu reflektieren wie dieses Jahr ohne Amazon und Prime gegangen ist.
WeiterlesenDas papierlose Büro
Wir schreiben das Jahr 2026. Und auch nach gefühlten 40 Jahren der Computerei sind wir immer noch weit von einer Vision entfernt, die sich „das papierlose Büro“ nennt, denn man bekommt eben doch noch viel Papier zugesendet. Was tut man damit. Hier möchte ich mal kurz beschreiben, wie mein „papierloses Büro“ gerade Formen annimmt.
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